Ist die Permakultur die Landwirtschaft der Zukunft?

Es war ein Podcast von Bayern 2, der als erstes Medium, das nicht nur Experten der Landwirtschaft kennen, ein spannendes Thema aufbrachte. Die Autoren des Beitrags beschäftigten sich mit der Frage, ob Permakultur die Landwirtschaft der Zukunft sein könne.

Mancherorts wird das dahinter stehende Konzept als der diesbezügliche Weg schlechthin gefeiert. Kritiker sagen, es hätte sich sogar ein richtiger “Permakultur-Kult” gebildet, der in eine Zertifizierungswut gemündet habe und alles, was nach einer Umsetzung des Konzepts aussehe, auszeichne, egal, wie sinnvoll es sei. Schon allein aufgrund dieser extremen Positionen lohnt ein genauerer Blick auf die Permakultur.

Was ist Permakultur?

Die ursprüngliche Definition der Permakultur stammt aus den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts und wurde von Bill Mollison verfasst. Sie beschreibt das Konzept als einen Weg, landwirtschaftliche Prozesse der Natur nachzubilden, um sie auf diese Weise möglichst nachhaltig zu gestalten.

Die Permakultur fasst die Landwirtschaft als produktives Ökosystem auf, das sich durch die Diversität (Unterschiedlichkeit), Stabilität und Produktivität der natürlichen Ökosysteme auszeichnet.

Die Vorteile der Permakultur

Die Umsetzung des Konzepts, dessen Idee Mollison durch das Studium landwirtschaftlicher Techniken indogener Bevölkerungsgruppen in Amerika und Afrika gewinnen konnte, bringt zahlreiche Vorteile mit sich.

  1. Die Natur wird deutlich gegenüber sonstigen landwirtschaftlichen Produktionstechniken geschont.
  2. Dadurch, dass die Transportwege dramatisch verkürzt werden, sinkt auch der CO2-Ausstoß, weil Fahrzeuge weniger gebraucht werden.
  3. Zudem machen sich Permakultur-Produzenten frei von ausländischen Vorprodukten.
  4. Außerdem entstehen weitere Kostenvorteile dadurch, dass sich die geschlossenen Systeme, sobald sie funktionieren, weitgehend selbst tragen und nicht viele zusätzliche Düngerstoffe benötigen.

Die Konsumenten honorieren auf diese Weise gefertigte Produkte zudem erfahrungsgemäß durch höhere Produktpreise.

Die Nachteile der Permakultur

Doch es gibt auch eine zweite Seite der Medaille.

  1. Viele Kostenvorteile werden schon dadurch wieder aufgefressen, dass die Permakultur mehr Handarbeit verlangt, weil es beispielsweise Maschinen, die nötig wären, um Früchte zu trennen (die nach dem Konzept gemischt auf einem Feld wachsen) schlicht noch nicht gibt.
  2. Zudem gibt es kein endausgereiftes Konzept: Letztlich steht es jedem Landwirt frei, den Ansatz von Mollison auf die eigene Weise zu interpretieren. Dies ist auch der Grund dafür, dass es noch keine gesetzliche Anerkennung in Europa gibt.

Der größte Nachteil, wenn Permakultur wirklich die Zukunft der Landwirtschaft sein soll, ist jedoch, dass mit diesem Konzept derzeit noch nicht annähernd genügend Lebensmittel produziert werden können, um den Bedarf, den es allein in Deutschland gibt, decken zu können. So wird Permakultur zumindest mittelfristig ein Teil der Zukunft sein, doch verdrängen wird sie die klassische Landwirtschaft nicht.

2 Gedanken zu “Ist die Permakultur die Landwirtschaft der Zukunft?

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