Die LSV unterstützt Versicherte bei Krankheiten

Vor Krankheiten ist keiner dauerhaft geschützt, auch die Landwirte nicht. Aus diesem Grund unterstützt die landwirtschaftliche Sozialversicherung ihre Mitglieder im Krankheitsfall und nimmt so einen Teil der finanziellen Last als auch der Zukunftssorgen von den bäuerlichen Schultern.

Zu den Leistungen der landwirtschaftlichen Krankenkassen gehören neben der Finanzierung diverser Arznei-, Verbands-, Heil- und Hilfsmittel auch ärztliche und zahnärztliche Behandlungen sowie Zahnersatz, Homöopathie und stationäre Behandlungen. Ähnlich wie gesetzliche Krankenkassen auch, versorgt die LSV ihre versicherten Landwirte mit Zuwendungen zu Fahrtkosten und Krankentransporten, außerdem stehen spezielle Behandlungsprogramme für chronisch Erkrankte zur Verfügung.

Unter all diesen Möglichkeiten ist die Kostenübernahme für Arznei- und Verbandsmittel die gängigste, denn alltägliche Krankheiten lassen sich meist medikamentös behandeln. Kosten für rezeptpflichtige Medikamente werden dabei von der LSV anteilig getragen, wobei hier die “aut-idem-Regelung” gilt. Das heißt, wenn mehrere Medikamente mit derselben Wirkung verfügbar sind, wird das preisgünstigste Mittel verordnet und von der landwirtschaftlichen Krankenversicherung übernommen. Der Versicherte zahlt dann lediglich einen prozentualen Anteil des Medikaments, es sei denn, das Arzneimittel ist zuzahlungsfrei. Auskünfte über zuzahlungsfreie Medikamente geben der Arzt oder Apotheker.

Ärztliche und zahnärztliche Behandlungen

Einige Krankheiten lassen sich leider nicht einfach mit ein paar Medikamenten heilen, eine andauernde ärztliche oder zahnärztliche Behandlung ist dann notwendig. Selbstverständlich haben versicherte Landwirte und deren Angehörige die freie Arztwahl, auch bei Fach- und Zahnärzten.

Zu den Behandlungsleistungen gehören weiterhin therapeutische Maßnahmen bei psychischen Krankheiten sowie Zuzahlungen zum Zahnersatz. Zu beachten ist lediglich, dass in beiden letztgenannten Fällen, also bei Inanspruchnahme einer Psychotherapie und auch bei Zahnersatzbehandlungen, eine vorherige Beantragung bei der zuständigen landwirtschaftlichen Krankenkasse erfolgen muss. Andernfalls kann eine bereits privat geleistete Zahlung für einen Zahnersatz nicht von der Krankenkasse zurückgefordert werden.

Ebenfalls von der landwirtschaftlichen Krankenkasse übernommen werden Kosten für eventuelle Krankenhausaufenthalte. Und für betroffene Versicherte hat die LSV die sogenannte weiße Liste zusammengestellt. Hierbei handelt es sich um eine Übersicht renommierter Fachkliniken aus jedem Bundesgebiet, in denen Krankheiten behandelt werden, die nicht alltäglich anzutreffen sind. Eine Rundum-Versorgung für erkrankte Mitglieder der LSV ist somit gewährleistet. Anschließende häusliche Betreuung und Pflegemaßnahmen gehören genauso zum Leistungsspektrum wie die Ersatzbehandlung in häuslicher Umgebung, die der stationären Aufnahme immer häufiger vorgezogen wird.

Besonderheiten des Leistungsangebots

Einige landwirtschaftliche Krankenkassen, wie beispielsweise die Träger in Niedersachsen und Ostdeutschland, bieten bei Krankheiten Hilfe in Form von Soziotherapien. Eine Soziotherapie bedeutet ressourcenorientiertes Arbeiten mit psychisch Kranken, Ziel ist die Vermeidung langer Klinikaufenthalte.

Bei fortschreitenden Krankheiten, die leider nicht geheilt werden können, trägt die landwirtschaftliche Sozialversicherung zudem die Hospizpflege und die Kosten für eine häusliche Palliativversorgung, bis hin zur emotionalen Betreuung der Angehörigen im Todesfall des Versicherten.

Auch für chronisch erkrankte Versicherte hält die landwirtschaftliche Krankenkasse ein breites Leistungsspektrum bereit. Bei dauerhaften Erkrankungen wie Diabetes, Asthma oder Krebskrankheiten gibt es spezielle Behandlungsprogramme, die Folgeerkrankungen verhindern und die Lebensqualität nachhaltig verbessern sollen.

Selbstverständlich gilt der gesamte Versicherungsschutz der landwirtschaftlichen Sozialversicherung auch während des Urlaubs und bei Auslandsaufenthalten, sofern das Urlaubsland Mitglied in der EU ist. Ein Anspruchsnachweis, der dem Versicherten vor Reisebeginn von der Krankenkasse ausgestellt wird, befähigt den Inhaber zum Arztbesuch im Ausland.

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