Leistungen zur Pflege im Rahmen der landwirtschaftlichen Sozialversicherung

Ein wichtiger Bestandteil der landwirtschaftlichen Sozialversicherung ist die landwirtschaftliche Pflegeversicherung. Hierbei handelt es sich um einen Versicherungskomplex, in dem Versicherungsnehmer aus der Land-, Forst- und Gartenwirtschaft sowie deren mitversicherte Familienangehörige im späteren Pflegefall versichert sind. Sollte also eine alters- oder unfallbedingte Pflegebedürftigkeit eintreten, garantiert die LSV finanzielle Entlastung für die Familien des zu Pflegenden.

Die Pflegekassen der landwirtschaftlichen Sozialversicherung helfen darüber hinaus bei der Suche nach der passenden Pflege, sprich, sie stellen Adressen und Leistungsbeschreibungen verschiedener ambulanter Pflegedienste und auch zuständiger Pflegeheime zur Verfügung.

Pflegeleistungen für Versicherte

Leistungen zur Pflege bekommt bei der landwirtschaftlichen Pflegeversicherung jeder Versicherte, der pflegebedürftig ist und einen entsprechenden Antrag auf Leistungen gestellt hat und gleichzeitig eine festgelegte Vorversicherungszeit nachgewiesen hat. Damit stellen die Kassen sicher, dass der Leistungsanspruch nur von rechtmäßig Versicherten geltend gemacht werden kann. Die landwirtschaftliche Pflegekasse stellt ihren Klienten alle notwendigen Formulare zur Beantragung der Leistungen bereit.

Leistungsansprüche werden erst nach einer Begutachtung des Pflegebedürftigen durch den zuständigen medizinischen Dienst befürwortet. Die Pflegesachleistungen für den Versicherten richten sich dabei nach der jeweiligen Pflegestufe.

Seit Januar 2012 erhalten Bedürftige zur Pflege der Stufe I 450 EUR monatlich, Stufe II wird mit 1.100 EUR pro Monat bezuschusst und in der Pflegestufe III belaufen sich die monatlichen Leistungen auf 1.550 EUR. In Einzelfällen und bei besonderer Pflegebedürftigkeit, die einen dringenden Mehraufwand an Geld erforderlich macht, bewilligen die landwirtschaftlichen Pflegekassen auch Geldsätze bis 1.900 EUR pro Monat. Diese Pflegesachleistungen dienen der Finanzierung einer häuslichen Pflege durch einen Pflegedienst oder durch als Pfleger benannte Angehörige, auch eine Heimunterbringung kommt in Frage.

In manchen Fällen wird auch eine Kombination aus Geld- und Sachleistung genehmigt, vor allem dann, wenn der Pflegebedürftige keine Rundum-Betreuung benötigt und dennoch einen erhöhten Pflegeaufwand, zum Beispiel wegen besonderer Ernährung, vorzuweisen hat. In diesen Fällen wird das Geld dem Versicherten anteilig zur freien Verfügung gestellt.

Zusätzliches Angebot der landwirtschaftlichen Pflegeversicherung sind Betreuungsleistungen, die speziell für Demenzkranke und geistig oder psychisch behinderte Versicherte geltend gemacht werden können. Diese Betreuungsleistungen können unabhängig von den Leistungen zur allgemeinen Pflege beansprucht werden und belaufen sich auf bis zu 200 EUR monatlich.

Weiterhin haben Versicherte im Pflegefall einen Anspruch auf Bewilligung sogenannter Pflegehilfsmittel, die die Pflege erleichtern sollen. Dies umfasst vor allem spezielle Pflegebetten, Hausnotrufsysteme und Hilfsmittel, die die autarke Lebensführung erleichtern oder erhalten und die Ressourcen des Betroffenen mobilisieren und unterstützen.

Allgemeine Leistungen der LSV

Die allgemeinen Leistungen der landwirtschaftlichen Sozialversicherung und damit auch die Leistungen der landwirtschaftlichen Pflegeversicherung variieren je nach Bundesland leicht. So kann es in einigen Bundesländern Unterschiede im Leistungsumfang und bei den Kosten für die Pflegeversicherung geben.

Speziell in Sachen Tages- und Kurzzeit- sowie vollstationäre Pflege richten sich die jeweiligen Tagessätze nach der Ordnung des Bundeslandes. Informationen hierzu bekommen Interessierte bei den Mitarbeitern der landwirtschaftlichen Pflegeversicherung, respektive bei der zuständigen Pflegekasse der Region.

Als allgemeine Leistung werden ferner in jeder Region Pflegekurse angeboten, im Rahmen derer die landwirtschaftliche Pflegeversicherung nicht nur Wissenswertes zur körperlichen und mentalen Pflege sowie eventuell erforderlicher, behindertengerechter Umbaumaßnahmen, sondern auch zu den rechtlichen Regelungen und landesspezifischen Dienstleistungen vermittelt.

7 Gedanken zu “Pflege

  1. betr.:Frau Margard Nussbaumer,30.11.1941,aus 79389 Müllheim,Niederhofstrasse 4. – Antrag auf Pflegestufe. Sehr geehrte Damen und Herren,telefonisch ist es nicht möglich Sie zu erreichen- wir bitten um die Zusendung eines Antrages zur Einstufung in einen Pflegegrad, unserer Mutter. Mit freundlichen Grüßen Monika Nussbaumer (Tochter)

  2. Sehr geehrte Damen und Herren,
    bitte senden Sie mir einen Antrag auf Änderung der Pflegestufe (von Pflegestufe 2 nach 3) für Ihr Mitglied
    Peter Minkenberg
    geboren am 03.07.1927
    Deichhof
    52525 Heinsberg
    zu.

    Mit freundlichem Gruß
    K. Kreutzer

  3. Sehr geehrte Damen und Herren !
    Bitte senden Sie mir einen Antrag für einen barrierefreien Badumbau gem. DIN 18040 2 – R- für Ihr Mitglied,
    Herrn
    Joachim Seng geb. 24.10.1924
    Bahnhofsweg 2
    36145 Hofbieber
    zu.
    DANKE
    Reinhold Henkel
    Vorsitzender, ehrenamtlicher Sozialberater
    und Fachberater für Barrierefreiheit im
    Kreisverband Fulda

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