Schwangerschaft und Mutterschutz – Das bietet die LSV werdenden Müttern

Eine Schwangerschaft ist immer ein ganz besonderes Highlight. Gerade beim ersten Mal wissen die werdenden Mütter oft nicht, welche Kassenleistungen ihnen zustehen. Die landwirtschaftlichen Krankenkassen bieten in dieser Zeit und im Mutterschutz besondere Leistungen, die die beste medizinische Versorgung für die Mutter und das heranwachsende Kind garantieren.

Zu diesen Leistungen gehören neben der selbstverständlichen ärztlichen Betreuung und der Gewährung einer Hebamme auch die zuzahlungsfreie stationäre Entbindung sowie eine kostenlose Versorgung mit notwendiger Medizin, Verbands- und Hilfsmitteln. Eine häusliche Pflege kann nach der Entbindung gestellt werden und während der Schwangerschaft und im anschließenden Mutterschutz haben Mütter bei der LSV Anspruch auf eine Betriebs- und Haushaltshilfe.

Neben der wichtigen Mutterschaftsvorsorge, die die werdende Mutter und das ungeborene Kind bestmöglich auf das neue Leben vorbereiten soll, ist das Mutterschaftsgeld eine wichtige Leistung der landwirtschaftlichen Krankenkasse.

Mutterschaftsgeld für Versicherte

Steht die werdende Mutter zur Zeit der Schwangerschaft in einem festen Arbeitsverhältnis, so steht ihr grundsätzlich ein Mutterschaftsgeld zu. Gezahlt wird diese Leistung von der landwirtschaftlichen Krankenkasse für längstens 12 Wochen, beginnend sechs Wochen vor der Entbindung bis acht Wochen nach der Niederkunft, auch Mutterschutz genannt.

Das Mutterschaftsgeld, im Volksmund auch Entbindungsgeld genannt, berechnet sich nach dem letzten Nettoeinkommen. So steht der frisch gebackenen Mutter diese Zahlung in Höhe ihres Nettogehaltes zu, wobei maximal 13 Euro täglich von der Krankenversicherung gezahlt werden. Die Differenz zum tatsächlichen Nettoeinkommen trägt der Arbeitgeber.

Mütter von Mehrlings- oder Frühgeburten haben laut Satzung einen erhöhten Anspruch auf Mutterschaftsgeld, sie erhalten es bis zu 12 Wochen nach der Geburt, auch der Mutterschutz wird entsprechend verlängert.

Werdende Mütter, die in keinem Arbeitsverhältnis stehen und demnach Sozialleistungen beziehen, erhalten vor und nach der Geburt ein Mutterschaftsgeld, welches in Höhe und Art der Auszahlung dem klassischen Krankengeld entspricht. Diese Regelungen finden sich analog in den neuen und den alten Bundesländern, lediglich die Höhe des Mutterschaftsgeldes kann variieren. Grund hierfür ist das branchenabhängige Lohngefälle zwischen Ost und West.

Frühzeitige Erkennung von Schwangerschaftsdiabetes

Ein besonders wichtiger Punkt im Rahmen der Schwangerschaftsvorsorge ist die Früherkennung von Zuckererkrankungen in der fortschreitenden Schwangerschaft. Mittlerweile haben sich die gesetzlichen und die landwirtschaftlichen Krankenkassen auf ein gemeinsames Konzept geeinigt. Sie übernehmen nunmehr die Kosten von Testungen auf Schwangerschaftsdiabetes, die sogenannte Gestationsdiabetes. Diese Art der Zuckererkrankung gehört zu einer der häufigsten Gestosen in der Schwangerschaftszeit und gleichzeitig zu einer der gefährlichsten. Allein in den vergangenen drei Jahren hat sich die Anzahl der Mütter mit Schwangerschaftsdiabetes nahezu verdoppelt.

Die Gefahr dieser Zuckergestose besteht darin, zu große und zu schwere Kinder zu gebären, wodurch es häufiger zu Verletzungen und anderen Komplikationen während der Geburt kommt. Die Gefahr besteht hier sowohl für das Kind als auch für die entbindende Mutter. Dank der Früherkennung kann die negative Entwicklung der Schwangerschaftsdiabetes nun erkannt und eingedämmt werden.

Ab dem sechsten Schwangerschaftsmonat können werdende Mütter zur Diabetes-Früherkennung gehen, sofern nicht bereits vor der Schwangerschaft ein Diabetes Typ I oder II vorgelegen hat. Wird eine Schwangerschaftsgestose festgestellt, kann dank der Früherkennung heute meist schon eine Umstellung der Ernährungs- und Bewegungsgewohnheiten Abhilfe schaffen, ganz ohne Arzneimittel.

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